Höchstleistungen bei Höchsttemperaturen

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Freitag, 27. Juli 2018, 21:31 Uhr

Foto: Patrick Bellon

Alarmübung der Abteilungen Schornbach und Buhlbronn

Verfasst von Patrick Bellon in Einsatzabteilung

Am Donnerstagabend führten die Abteilungen Schornbach und Buhlbronn eine gemeinsame und unangekündigte Alarmübung durch. Unterstützt wurden sie dabei von der Drehleiter der Abteilung Stadt.

Als die Leitstelle am Donnerstag um 19.13 Uhr Vollalarm für die Abteilungen Schornbach und Buhlbronn auslöst, sitzen viele Kameradinnen und Kameraden gerade beim Abendessen oder genießen ihren wohlverdienten Feierabend. »Gebäudebrand mit mehreren vermissten Personen« ist auf den Funkmeldeempfängern zu lesen. Bei Temperaturen über 30 °C machen sich die Ehrenamtlichen sofort auf den Weg in die jeweiligen Feuerwehrhäuser. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: bei dem Einsatz handelt es sich um eine unangekündigte Alarmübung. Tobias Wüst und Chris Merz, die Abteilungskommandanten aus Schornbach und Buhlbronn, hatten die Übung im Geheimen organisiert. »Solche Übungen sind im Rahmen unserer Ausbildung enorm wichtig, um unser Einsatzkonzept unter Realbedingungen testen zu können«, erläutert Wüst die Notwendigkeit solcher Übungen.

Bereits sechs Minuten nach dem Alarm trifft das erste Löschgruppenfahrzeug an der Einsatzstelle im Auerbachweg ein. An einem Fenster im zweiten Obergeschoss steht ein junger Mann und ruft um Hilfe. Das ganze Gebäude ist in dichten Qualm gehüllt, Rauchmelder piepsen. Die Befragung des Mannes ergibt: neben ihm befinden sich noch sechs weitere Personen im Gebäude. Nach und nach treffen weitere Fahrzeuge aus Schornbach, Buhlbronn und Schorndorf ein. Nach zwölf Minuten sind vier Fahrzeuge und über 30 Einsatzkräfte vor Ort. »Die Eintreffzeiten waren hervorragend und zeigen einmal mehr die Schlagkräftigkeit unserer Feuerwehr«, berichtete Merz zufrieden.

Sofort werden Schläuche ausgerollt, eine Wasserversorgung aufgebaut und Leitern aufgestellt. Während mehrere Trupps unter Atemschutz das mit Disconebel völlig verrauchte Gebäude nach den Vermissten durchsuchen, wird der junge Mann am Fenster über die Drehleiter gerettet. Teilweise im Minutentakt tragen die Feuerwehrleute eine Person nach dem anderen aus dem Gebäude. Die Vermissten werden dabei durch rund 80 Kilogramm schwere Puppen simuliert. Nach rund einer halben Stunde kann der Einsatz beendet werden. Das Feuer ist gelöscht und alle Personen sind gefunden und gerettet.

Kommandant Jost Rube zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Übung und lobte die Einsatzkräfte: »Auch nachdem allen klar war, dass es sich um eine Alarmübung handelte, wurde die Lage ernst genommen und routiniert und professionell abgearbeitet. Und das trotz der hohen Temperaturen.«

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